Es ist eines der Denkmäler auf Hvar, das man nicht verpassen sollte. Einen berühmteren Pool auf der Insel findet man nicht. Ende August waren wir dort zeitweise allein, und in solchen Momenten war die Atmosphäre des Ortes geradezu meditativ. Man würde einfach nur neben dem alten Palmfarn sitzen, dem Wind im üppigen Garten lauschen und im Geiste mit der Ruhe des Ortes verschmelzen. Es ist schwer vorstellbar, dass das Gebäude in solchen Momenten auch einen Verteidigungszweck hatte.
Der bekannteste Pool auf Hvar
Ein Platz, der früher das Meer war
Und eine große Überraschung war für mich die Erkenntnis, dass der Platz, über den wir zur Festung kamen, einst unter Wasser lag. Zum heutigen Eingang gelangte man zu Zeiten Petra Hektorovića mit Booten.

Obwohl das Gelände unter dem heutigen Platz erst Mitte des 19. Jahrhunderts aufgeschüttet wurde, war der Ort schon lange vorher besiedelt und als Tvrdalj bekannt. Wahrscheinlich handelte es sich um ein altes Toponym. Das Gebäude entstand an einer Stelle, wo sich das Meerwasser teilte und wo früher eine antike Villa stand. Überreste derselben antiken Villa, einschließlich Mosaiken, wurden auch unter den Stufen der nahegelegenen Kirche Sv. Rocha (crkva sv. Roka) gefunden. Wahrscheinlich wurde auch der heutige Fischteich von den Überresten eines antiken Pools inspiriert.

Die ursprüngliche Absicht, einen Sommersitz zu errichten, musste den aktuellen Ereignissen angepasst werden. Im 16. Jahrhundert erlebte die Insel mehrere Angriffe der Türken, und der Baumeister Petar Hektorović beschloss, das Gebäude zu befestigen. So entstand eine Verbindung von Verteidigungs- und ländlicher Architektur. Trotz aller Bemühungen brannte Tvrdalj jedoch beim Angriff im Jahr 1571. Was die Verteidigungselemente betrifft, so ließ sich Petar auch in Dubrovnik inspirieren. Heute sieht man dort aber nicht mehr viele davon. Der Haupt-Ravelin ist schon lange nicht mehr da. Ein ähnlicher Ravelin ist aber noch heute bei der Kirche der Barmherzigen Jungfrau Maria in Vrboska zu sehen, und dieser ist wirklich groß. Das spiegelt sich auch in seinem Namen wider: Crkva – tvrđava sv. Marije od Milosrđa.


Was gibt es heute dort zu sehen?
Vor allem die Atmosphäre des Ortes. Obwohl man sich im Zentrum befindet, herrscht dort eine friedliche Stimmung. Die größte Attraktion ist natürlich der Pool mit Fischen im Brackwasser (das Wasser hat eine Salzkonzentration irgendwo zwischen Meer- und Süßwasser). Der Pool ist allseitig von Arkaden gesäumt. Über dem Pool erhebt sich ein Turm mit einem Taubenschlag, auf dem einst auch eine Uhr (wahrscheinlich eine Sonnenuhr) war. Neben dem Pool befindet sich eine kleine ethnografische Sammlung. Und dann gibt es noch den üppigen Garten zu erkunden, einschließlich eines Aussichtspunkts am Rande des Gartens. Ein Teil des Gartens am Pool ist schattig und lädt zum Verweilen ein.









Tvrdalj ist auch ein steinernes Buch – hier finden sich mehr als 20 Steinschriften. Die meisten davon sind lateinisch, eine italienisch und eine kroatisch.

Was gibt es noch hinzuzufügen? Es ist definitiv sehenswert. Auch unsere kleinen Kinder hatten dort ihren Spaß – die Fische zu beobachten und im Garten herumzustreifen, das war eine angenehme Abwechslung. Und man kann auch mit einem Kinderwagen dorthin fahren.


