Sveti Nikola ist der höchste Gipfel der Insel Hvar, er liegt 628 m über dem Meeresspiegel. Auf diesen Ausflug habe ich mich jahrelang gefreut und endlich war es soweit. Am zweiten Septembertag letzten Jahres machten wir uns mit unseren kleinen Kindern auf den Weg, diesen Berg zu bezwingen (der Sohn war anderthalb Jahre alt und die Tochter vier Jahre). Wegen der Kinder wählten wir den Weg mit dem Auto bis unter den Gipfel. Die Schotterstraße bewältigte auch unser Auto ohne Allradantrieb.

Von unserer Basis in der Bucht Velo Zaraće fuhren wir in Richtung des Tunnels zur anderen Seite der Insel, vorbei an der Bucht Dubovica. Kurz vor dem Tunnel gibt es eine Abzweigung zum Berg Sveti Nikola. Von dort schlängelt sich der Weg durch eine ausgedörrte Landschaft bis zum Gipfel. Die lokale Vegetation wurde durch mehrere Brände stark beeinträchtigt.

Direkt unterhalb des Gipfels befindet sich das Restaurant Hvarcienda, das während unserer Reise leider geschlossen war. Außer diesem Restaurant trafen wir auf keinen Laden oder Ähnliches. Das muss man bedenken, wenn man die Wanderung zu Fuß unternimmt. Nirgends eine Quelle oder die Möglichkeit, Wasser zu kaufen. Unterwegs trafen wir eine Gruppe Wanderer, die bereits auf dem Rückweg waren. Wenn unsere Kinder größer sind, werden wir es hoffentlich wiederholen und zumindest einen größeren Teil des Weges zu Fuß gehen.


Direkt unterhalb des Gipfels befindet sich ein kleiner Parkplatz, und von dort führt der letzte steile Abschnitt des Weges zwischen den Steinen hindurch.


Der letzte Abschnitt ist ziemlich unwegsames Gelände zwischen Steinen, aber andererseits sehr kurz. Mit meinem Sohn in der Trage war ich anfangs etwas unsicher, ob ich es schaffen würde, aber es ging letztendlich ganz gut. Auf dem Rückweg fanden wir einen leichteren Pfad direkt zum Parkplatz. Und die Aussichten waren es definitiv wert. Der Sohn hat alles verschlafen, aber die Tochter war vom Ausflug begeistert.

Von einer Seite bieten sich wunderschöne Ausblicke auf Vis und einen Teil von Korčula. Ein kleines Stück der Insel Šćedro liegt ganz rechts vor Korčula. Rechts von Korčula in der Ferne befindet sich die Insel Sušac.


Rechts beginnen bereits die Pakleni otoci aufzutauchen.

Das Gebirge erstreckt sich weiter in Richtung des Ferienortes Hvar und danach sind in der Ferne die Pakleni otoci zu sehen.

Auf der anderen Seite öffnet sich der Blick auf die Halbinsel Kabal und dahinter die Insel Brač.


Rechts sind die Ferienorte Vrboska und daneben Jelsa zu sehen. Von diesen beiden Ferienorten erstreckt sich links das Starogradsko polje – ein erstaunliches Stück erhaltener Geschichte, 2400 Jahre alt.

In der Ferne ist Brač zu sehen und davor die Halbinsel Kabal. Und davor liegt das Starogradsko polje und links ist ein kleines Stück des Ferienortes Stari Grad zu sehen.

Auf dem Gipfel wurden wir vom Helfer des Brandwächters begrüßt.

So, da sind wir. Hurra 🙂 Auf dem Gipfel sind wir mit einem Radfahrer, sonst ist niemand hier.

Auf dem Nebengipfel ist ein Kreuz und dahinter eine kleine Kirche. Das habe ich mich mit meinem Sohn in der Trage aber nicht mehr getraut. Nächstes Mal werde ich es hoffentlich ganz durchwandern, dann wird der Sohn den ganzen Ausflug bestimmt nicht verschlafen.
Hat es sich gelohnt, mit kleinen Kindern auf den Gipfel zu klettern? Ja, das hat es. Einen ähnlichen Ausflug haben wir auf Hvar bisher nicht unternommen, die Berge dort sind uns nicht bekannt. Und die Aussichten sind wirklich wunderschön. Die Tochter erinnert sich noch heute an den Ausflug und denkt gerne daran zurück. Also keine Angst, packt Wasser und einen Snack ein und auf geht's zum Berg 🙂


